Argentinien - Ein Traumland Etappe 2
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Buenos Aires- Mar del Plata
Bein Morgenessen erklaert uns Peter (unser Reiseleiter) er haette
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25.04.2004, 14:21
Argentinien - Ein Traumland Etappe 2
#1
Argentinien - Ein Traumland Etappe 2
ARGENTINIEN - ETAPPE 2
Buenos Aires- Mar del Plata
Bein Morgenessen erklaert uns Peter (unser Reiseleiter) er haette heute noch eine Ueberraschung fuer uns auf Lager. Als wir ins Auto stiegen waren wir also gespannt, was da auf uns zukommen wuerde.
Es war Montag und wir gerieten in die Morgen Hauptverkehrszeit. Wir mussten dabei die achtspurige Autobahn 25 de Mayo ueberqueren, ein wirklicher Nervenkitzel. Ich haette es bestimmt nicht bis zur Mitte gebracht, sondern haette vorher das Weite gesucht und den Wagen stehen lassen. Es ist es Wert ein paar Saetze ueber den Argentinier im Auto zu verlieren . Der Argentinier liebt sein Auto, selbst wenn es schon etliche Jahre auf dem Buckel hat. Er pflegt und haetschelt seinen Liebling fortlaufend.
Der Argentinier steuert ungemein reaktionsschnell, man hat das Gefuehl es gebe keine Regeln. Es wird rechts oder links ueberholt, eben immer da wo Platz ist. Ein kurzer Blickkontakt entscheidet ueber die Vorfahrt. Auch scheint es viele Farbenblinde zu geben, denn bei den Ampeln sieht er beim schoensten rot ..... gruen.
Es sei vorwegzunehmen wir haben auf der ganzen Reise, ausser zwei kleinen Blechschaeden, keinen Unfall gesehen. Vielleicht passieren hier relativ wenig Unfaelle weil jeder vor dem andern auf der Hut ist, und eben damit zu rechnen ist, dass wieder ein Farbenblinder heranbraust.
Wir verlassen die eindrueckliche Stadt, und sind eine halbe Stunde spaeter bereits in der Pampa. Das Gebiet der Pampa hat eine Groesse wie Deutschland, Oesterreich und die Schweiz zusammen. Auf den saftigen Wiesen leben Millionen von Rindern, diese kennen keinen Stall, sondern sind bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter draussen in der freien Natur, und man begreift warum das Fleisch so herrlich schmeckt.
Die Viehherden sind in dieser unendlichen Weite so verstreut, dass sie teils fast unsichtbar sind. 70 Prozent der Rinderzucht konzentrieren sich auf die Pampa.
Die Strassen welche durch die Pampa fuehren sind schnurgerade, und hunderte von Kilometer lang. So eine Fahrt tut gut. Man begreift wie unbedeutend man selber ist.
Alltaegliche Sorgen erscheinem einem laecherlich.
Die Pampa ist zugleich die Kornkammer Argentiniens. Es sollen 760.000 Hektar sein.
Bei einem Zwischenhalt taucht dann auch der erste Gaucho (sprich Gautscho) auf.
Als Begruessung klatscht er mit seiner Peitsche an die Krempe seines schwarzen Sombreros, dabei funkelt das Silber am Griff der Gerte, sowie an den Sporen.
Freundlich laechelnd zieht er an uns vorbei, und wir koennen sein von Sonne und Wind gezeichnetes Gesicht sehen. Saemtlichen Gauchos denen wir begegneten hatten etwas gemeinsam, alle fuehrten einen Hund mit sich. Ein Gaucho unternimmt nichts ohne seinen vierbeinigen Kameraden.
Wir fahren in suedlicher Richtung weiter, als Peter in einen Feldweg abbiegt. Kurvenreich geht es auf dem holprigen Weg ins Landesinnere. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir eine Farm. In Argentinien Campo genannt. Wie in diesem Land ueblich klatscht Ursula drei-viermal in die Haende (auf dem Lande haben die wenigsten Haeuser Tuerklingel) die Hunde geben an, und bald darauf erscheinen die Bewohner des Gutes.
Ursula und Peter werden stuermisch empfangen, wir merken man kennt sich. Es ist ueblich hier, dass sich auch die Maenner untereinander kuessen, sofern man freundschaftliche Gefuehle fuereinander empfindet. Wir werden gebeten einen Moment zu warten, waehrend unsere zwei Reisefuehrer ins innere des Hauses verschwinden. Nach kurzer Zeit holt uns Ursula ab und wir folgen ihr durch ein mit Blumentoepfen vollgestopftes Patio.
Am ende des Patios befindet sich eine Gruenlackierte Tuer. Geht nur dort hinein und wartet auf mich meint Ursula. Gesagt getan, ich oeffne die Tuer und ........ viele sehen weisse Maeuse, wir hingegen lauter Tiger- und Loewenbabys, und mitten drin einen schwarzweissen Hund. Wir standen hier mit sage und schreibe offenen Maeuler, der Beweis folgte am Abend, Peter hat die ganze Szenerie auf Video aufgenommen.
Wir befinden uns in keinem Kaefig, sondern in einem Art Patio, umgeben von zwei meter hohen Mauern und einer Groesse von rund 80 quadratmetern. Nachdem wir uns von der ersten Ueberraschung erholt haben, zaehlen wir fuenf Loewen- und 6 Tigerbabys.
Wir haben ihre Neugierde geweckt und die ganze Meute watschelt auf uns zu.
In diesem Moment erscheint ein aufgeweckter junger Mann, Lucio der Tierpfleger, wie sich spaeter herausstellt. Er nimmt ein Tiger-Junges vom Boden auf und drueckt es Joana in die Arme. Darauf erhaelt Sonja ihren Tiger, waehrend Steve und ich mit Loewen beglueckt werden. Wie Hunde wollen die nun gekrault und gestreichelt weden, waehrend die anderen Jungtiere an unseren Schuhen knabbern und an den Hosenbeinen zupfen.
Bald sitzen wir alle am Boden und tollen mit den Tieren so richtig herum, waehrend der halbgrosse Hund alles beobachtet. Wir, und auch die Tiere weden immer uebermuetiger und da merkt man wie spitze scharfe Zaehne die Babys schon haben. Eine gewisse Vorsicht ist also geboten. Die Zeit vergeht wie im Fluge, und nur ungern verabschieden wir uns von der lebhaften Bande, denn die Besitzerin hat Mate zubereitet.
Mate ist das Nationalgetraenk Argentiniens. Es wird aus den Blaettern des Yerba-Strauches gewonnen. Jeder Besuch beginnt mit einem Mate. Er wird aus nur einem Gefaess getrunken, mit der “bombilla” (Saugroehre) Man reicht ihn herum, und alle saugen ein paar Schluecke von diesem fuer unseren Gaumen etwas bitteren Tee.
Wir sitzen also hier unter schattigen Baeumen, trinken den Mate, und der Hausherr Don Alfredo erzaehlt uns, was es mit den Tieren auf sich hat. Die Tiere werden hier auf ihr zukuenftiges Zooleben vorbereitet. Sobald sie nicht mehr von der Mutter gestillt werden muessen, verbringen sie den grossteil des Tages in diesem Patio, mit Roco dem Hund zusammen. Dieser wird von ihnen innert kurzer Zeit als Leittier akzeptiert. So uebernehmen die Tiere teilweise die Lebensart des Hundes, und werden an die Menschen gewoehnt.
Fuer uns war es ein fantastisches Erlebnis, und wer einmal nach Argentinien kommt, sollte sich das nicht ergehen lassen. Nehmt doch dann mit mir Kontakt auf, damit ich euch die Adresse von Ursula und Peter senden kann. Mail : bird75@gmx.ch
Es liegen noch rund 300 Kilometer vor uns, es heisst also Abschied zu nehmen
Der Abschied ist herzlich und wir versprechen auf unserer Rueckkehr noch einmal vorbeizuschauen.
Das alles war war uebrigens gratis, und wir glauben unseren Reisebegleitern, wenn sie sagen, wir haetten die Leute beleidigt, wenn wir ihnen Geld angeboten haetten.
Die Fahrt geht weiter ueber die Ruta 11 Richtung Mar del Plata. Wieder vorbei an unzaehligen Rinderherden.
Nach einem guten Mittagessen (Sorrentinos gefuellte Teigtaschen) sehr zu empfehlen, erreichen wir am spaeten Nachmittag Mar del Plata.
Die Stadt liegt 400 Kilometer suedlich von Buenos Aires am Atlantischen Ozean.
Es ist eine moderne Stadt mit ueber 20 Kilometer Sandstrand.
Im Januar und Februar soll es hier zugehen wie in Rimini, da die Bewohner von Buenos Aires der Gluthitze entfliehen, und sich zu Millionen in Mar del Plata niederlassen.
In den anderen Monaten ist es hier himmlisch. Man hat die ganzen Straende praktisch fuer sich allein, die ganze Infrastruktur steht einem zur Verfuegung.
Die Stadt besticht durch unzaehlige Gruenanlagen und Parks.
Ein Erlebnis ist auch der Abend in Mar del Plata. An der ganzen Bucht entlang flammen Millionen von Laternen auf. Man hat einen herrlichen Blick auf den zauberhaften Strand, der jetzt hoechstens von Liebespaerchen besucht wird.
Die Stadt besitzt das groesste Spielkasino von ganz Suedamerika, ein Besuch desselben ist absolut zu empfehlen. Ueber 1.000 Angestellte sorgen fuer einen reibungslosen Ablauf.
Dank dem guenstigen Wechselkurs haben wir alle fuer 50 Peso ( rund 15 Euro) Spielchips gekauft. Drei haben verloren, aber Steve hatte Glueck und gewann 240 Peso.
Grosszuegig wie er ist, hat er uns alle zum Nachtessen eingeladen. Die Speiserestaurants welche es hier zu hunderten gibt, oeffnen meistens erst um 21 Uhr, aber man gewoehnt sich rasch daran. Dafuer bleiben sie bis in die fruehen Morgenstunden geoeffnet.
Auch fuer Nachtschwaermer ist Mar del Plata eine ideale Stadt. Es hat hier Discos die mit jenen von New York absolut mithalten koennen.
Ein Muss ist der Besuch des Fischerhafens. Das Kommen und Gehen der gelbroten Fischerboote, ein Schauspiel das man taeglich im Hafen sehen kann. Die Schiffe legen an und die eben gefangenen Fische weden sofort verkauft.
Nicht kaufen kann man die Seeloewen welche sich aus unerklaerlichen vor vielen Jahren am Suedrande des Hafens niedergelassen haben. Es soll die noerdlichste Ansiedlung von Seeloewen ueberhaupt sein. Man kann sich den Tieren bis auf zwei meter naehern.
Morgen sind wir zu einem typischen Asado eingeladen.
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26.04.2004, 10:47
Argentinien - Ein Traumland Etappe 2
#2
Badeort Mar del Plata - Argentinien
Ich habe mir mal im Encarta Weltatlas den Ort Mar del Plata herausgesucht. Dort war auch ein Foto des Standes abgebildet. Es sah aus wie ein Freibad in Tokio im Hochsommer. Ich glaube kein qcm² Liegefläche wurde verschenkt. Das wäre nichts für mich. Ich habe lieber den Stand für mich alleine ...
Hier der Link zu einem interessanten Artikel über die Pampa:
http://www.latinoportal.de/portal/viewtopic.php?t=586
Viel Spaß noch!
Matthias
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26.04.2004, 11:52
Argentinien - Ein Traumland Etappe 2
#3
Reiseleitung Argentinien
Bist Du eigentlich mit diesen beiden (Peter und Ursula) unterwegs:
http://www.reisenargentinien.com/1024x768.html
???
saludos
Matthias
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28.07.2004, 00:49
Argentinien - Ein Traumland Etappe 2
#4
Re: Argentinien - Ein Traumland Etappe 2
Lieber Adrian, ich glaube ist etwas schief an deinem Taschenrechner..
Die Pampa ist zugleich die Kornkammer Argentiniens. Es sollen 760.000 Hektar sein.
Ich habe eine Freundin die hat eine Estancia mit 5000 hr, und dass ist gar nicht viel...(50 qkm)
:wink: sorry, ich konnte es nicht lassen.
Sonst ist der Bericht 1A!!!
Schöne Grüße! :)
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